So verbuchen Sie Ihre 2013er-Geschenke richtig

Die unterschiedlichen Arten von Geschenken an Geschäftspartner bzw. potentielle Kunden sollten Sie kennen. Zur Er­klärung ein Praxisbeispiel:

Ein Unternehmen machte 2013 folgende Geschenke:

  1. 200 Taschenlampen mit Werbeaufdruck für 15 Euro brutto, die an potenzielle Kunden auf einer Messe verschenkt wurden,
  2. je eine Flasche Champagner zum Stückpreis von 39 Euro brutto zum Geburtstag ausgesuchter Geschäftspartner,
  3. drei Flaschen Wein für jeweils 35 Euro brutto zu Weihnachten an ausgesuchte Geschäftspartner,
  4. Regenschirme (Stückpreis 7,99) mit Werbeeindruck, die auf einer Messe verteilt werden.

So verbucht das Unternehmen diese Geschenke richtig:

  1. Taschenlampen auf der Messe: ein Grenzfall. Einerseits könnte man Steuer­pflicht annehmen, da die Streuwerbeartikelgrenze von zehn Euro netto überschritten ist, andererseits steht der Werbeeffekt für die Firma im Vordergrund, sofern die Empfänger noch nicht Kunden sind. Hier kann man diskutieren. Vorsichtshalber sollte man die Steuerpflicht beim Empfänger einkalkulieren.
  2. Champagner zum Geburtstag: nicht steuerpflichtig, weil persönliches Ereignis und Grenze von 40 Euro brutto eingehalten.
  3. Weinflasche an Weihnachten: steuerpflichtig, weil Weihnachten kein persönliches Ereignis ist.
  4. Regenschirme: nicht steuerpflichtig, da Streuwerbeartikel (unter zehn Euro).

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für München

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